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Ankunft bei Mary in den
Wicklow Mountains   VI

  Hoffentlich hat wenigstens Frank den »Big Deal« gemacht. Von der hübschen Verkäuferin ist jedenfalls nichts mehr zu sehen. Dafür steht Frank vor einem randvoll gepackten Einkaufswagen. Das dürfte für die nächste 8 Wochen reichen. »Hello boys, welcome to the Irish summer«, begrüßt sie uns eine freundliche Stimme. Hinter uns steht eine ältere Dame von geschätzten Ende 60 mit ausgewaschenen Jeans und einer grauen Strickjacke. Es ist Mary Clissmann, die Chefin der Clissmann-Farm, die uns so freundlich begrüßt und die uns wie verabredet in Ashford abholen kommt. Während wir noch rätseln, ob das mit dem irischen Sommer nun ironisch gemeint war oder Mary sich tatsächlich freut, dass es gerade einmal nicht regnet, führt sie uns zu einem silbernen 3er BMW, der seinem Äußeren nach gerade die Rallye Paris-Dakar hinter sich gebracht hat. Nachdem Mary erst einmal ihren eigenen Einkauf im Kofferraum verstaut hat, sind wir an der Reihe. Okay, das Bier geht noch rein, die Taschen leider nicht. Bleibt nur die Rückbank. Und was wir aus Frank und Jan? »That will work for a while«, meint Mary optimistisch, als die Zwei endlich zwischen und unter unseren Taschen eingequetscht Platz genommen haben ...
  20 Minuten dauert die Fahrt, bis wir auf einen Feldweg einbiegen, der zur Clissmann-Farm führt. Oder zu dem, was einmal die Clissmann-Farm werden soll. »Nach 40 Jahren, die wir auf unserer Farm in Carrigmore gelebt haben, sind wir letzten Sommer auf unsere neue Farm nach Cronybyrne umgezogen. Hier haben wir 100 Acre (rund 40 Hektar) Land gekauft, mit einem kleinen Bach, der durch unser malerisches Tal fließt. Leider sind aber die Bauarbeiten an unseren Farmgebäuden nicht fertig geworden, weil die nordirische Baufirma pleite gegangen ist. Deshalb mussten mein Mann und ich den Winter in einem kleinen Mobil-Home unten am Bach verbringen,« erläutert uns Mary, als wir einen fragenden Blick auf die Farm-Baustelle richten. »Ach wisst Ihr, wir haben uns mittlerweile so sehr an das Leben in unserem Caravan gewöhnt, dass wir noch gar nicht wissen, ob wir überhaupt in das Farmhaus einziehen, wenn es denn einmal fertig wird,« muntert sie sich selbst auf.
Mary