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Irland
 

Welcome to Dublin –
Guiness, Fish & Chips und
Live-Musik am Liffey   VII

  So gestärkt nehmen wir nun die Innenstadt in Angriff. Unweit von Leo Burdock´s befindet sich das Dublin Castle, das an der Stelle einer einstigen Wikingerburg errichtet wurde und das jahrhundertelang Sitz der britischen Regenten war. Ein gutes Jahrtausend ist die ehemalige Siedlung Dublin nun schon alt; und fast genauso lange haben die Iren um sie kämpfen müssen. Erst nahmen die Wikinger die schöne Bucht in Beschlag, dann setzten die Normannen aus England über. Rund 750 Jahre lang wurden die Bewohner der Stadt von Besatzern untedrückt, von Religionsstreitigkeiten und Hungersnöten heimgesucht und sollte bis ins 21. Jahrhundert brauchen, um sich zu erholen. Als Mitte der 1990er Jahre Milliarden Euro aus den Kassen der Europäischen Union nach Irland flossen und sich vor allem Callcenter und Unternehmen der rasch wachsenden IT-Branche hier ansiedelten, vollzog sich auch in der einst heruntergekommenen Hauptstadt ein Wandel. Aus Industriebrachen wuchsen moderne Apartments, aus Ruinen Büroblocks …

 
  Weiter geht es vorbei an rostroten Backsteinbauten hinunter zurm Fluss Liffey, der die Stadt ziemlich mittig durchfließt. Wo noch vor wenigen Jahren eine kahle Kaimauer aus dem brackigen Wasser ragte, haben die Stadtplaner eine Promenade mit hölzernen Gehwegen geschaffen, auf der die Menschen auf Bänken sitzen und versonnen auf das Wasser blicken. Wir überqueren den Fluss auf der Halfpenny-Bridge, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Bis 1919 musste man noch einen halben Penny Wegezollzahlen, um hier an das andere Ufer des Flusses zu gelangen. Vielleicht eine Einnahmequelle, über deren Wiedereinführung die Iren angesichts der überall sichtbaren Wirtschaftskrise einmal nachdenken sollten …
Dublin