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Irland
 

Welcome to Dublin –
Guiness, Fish & Chips und
Live-Musik am Liffey   I

  Es ist Freitag, der 16. Juli 2010, kurz vor 10.00 Uhr und wir stehen zu Dritt vor dem Schalter der irischen Fluggesellschaft Aer Lingusim Terminal 1 des Frankfurter Fughafens. In einer guten Stunde geht sie los, unsere 11. Nix-fuer-Weicheier-Reise. Draußen herrscht herrlichstes T-Shirt-Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad und Sonnenschein. Halt Sommer in Deutschland, aber da wollen wir ja nicht bleiben. Wir lieben halt das Kontrastprogramm. Während man in Hessen vom heißesten Juli seit 30 Jahren spricht und in den Nachrichten jeden Tag neue Temperatur-Rekordwerte vermeldet werden, haben wir Skiunterwäsche und unsere Regenjacken im Gepäck dabei. Jan hat sogar – ganz landestypisch – einen Regenschirm eingepackt und damit dürfte klar sein, wohin uns unsere diesjährige Abenteuerreise führt. Es geht nach Irland auf die grüne Insel. Und die, so steht´s im Reiseführer geschrieben, ist so schön grün, weil es dort auch im Juli ständig regnet und nur selten mehr als 15° C hat. Naja, schau´n wir mal …

  Das Ziel unserer Nix-fuer-Weicheier-Reise 2011 sind die Wicklow Mountains, ein Gebirgszug im Südosten Irlands, der sich über die Grafschaften Wicklow und Wxford erstreckt und in der der Lugnaquilla mit 926 m die höchste Erhebung darstellt. Und mittendrin, irgendwo zwischen Ashford und Rathdrum in einem kleinen Seitental gelegen, befindet sich die Pferdefarm der Familie Clissmann. Von dort aus wollen wir eine Woche lang mit Pferd und Planwagen durch die Wicklow Mountains fahren. Horse-Caravaning nennen die Iren das, was noch vor dreißig Jahren die »Travellers« charakterisiert hat, eine Art irisches Zigeunervolk. Bunte Pferdewagen, gezogen von irischen Kaltblütern, die schmale Landstraßen verstopfen und das alles im Linksverkehr. Unsere Erfahrung im Umgang mit Pferden? Geht gegen Null. Wir können bei einem Gaul vorne von hinten unterscheiden (hinten ist da, wo der Schwanz ist!) und haben anlässlich eines zweitägigen Crash-Kurses auf dem Reiterhof Müller in Taunusstein gelernt, wie man einem Pferd die Hufe auskratzt. Dort hat man denn auch nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und uns für verrückt erklärt als wir erzählt haben, dass wir im Sommer eine Woche ALLEINE mit einem Pferdefuhrwerk in Irland unterwegs sein wollen. »Hoffentlich seid Ihr gut versichert«, war die immer gleich lautende Frage …
Dublin