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Lappland
Nikkaluokta
  Von Singi nach Nikkaluokta – Kebnekaise, wir kommen!   VI
  Irgendwie überstehen wir diese knifflige Stelle heil und sind froh, dass wir schließlich wieder festen Boden unter den Füßen haben. Und das ist wörtlich zu verstehen. Es ist nämlich plötzlich überhaupt kein Schnee mehr da, alles vom Wind verblasen. Es gucken nur riesige Flächen von Gestrüpp und Steinen hervor und der Weg führt permanent an einem Hang entlang. Wir sehen uns schon mitsamt Schlitten am Fuß des Hanges liegen und in der Tat ist die Situation nicht ganz ungefährlich. Krampfhaft umklammern wir den Griff unserer Schlitten, während wir über das Gestein und die schmale Passage rumpeln.
 
  Jans Gespann rutscht beim Überfahren einer Schräge nach rechts gegen einen Felsen und bei ihm kracht richtig laut Holz auf Stein. Ein Sturz lässt sich bei dem Tempo seiner Hunde nicht mehr vermeiden. "Oh Herr, jetzt nur nicht den Handbügel loslassen, sonst ist der Schlitten weg«, schießt es Jan durch den Kopf. Hunde, die den lästigen Musher abgeworfen haben, verspüren den Drang, endlich einmal ungebremst laufen zu dürfen und da hilft auch kein noch so lautes »Stoooooop«. Joe Redington ist beim berühmten Iditarod-Schlittenhunderennen seinem Gespann einmal mehr als zwölf Stunden nachgelaufen, nachdem er vom Schlitten gefallen war, bis er seine Hunde schließlich an einen Baum gebunden wieder fand, nachdem diese von einem anderen Musher dingfest gemacht worden waren ...