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Lappland
Nikkaluokta
  Von Singi nach Nikkaluokta – Kebnekaise, wir kommen!   V
  Über eine leichte Nordkurve erreichen wir das Láddjubahta-Tal und das im Sommer sumpfige Quellgebiet des Flusses Láddjujohka. Vor uns liegt eine gefrorene Wasserfläche, die wir mit unseren schwer beladenen Schlitten überqueren müssen. Da helfen auch unsere Krallenbremsen wenig. Krrrrrrscht – mehr rutschend als gleitend kämpfen wir uns über das Blankeis. Das Eis ist so matschig und zersprungen, dass wir fürchten mitsamt unserer Schlitten einzubrechen. Die Hunde sind nervös.
 
  Plötzlich hören wir das Knarren, Knirschen und Krachen des unter unseren Kufen brechenden Eises. Bei -15° C ins Wasser zu fallen: Solch eine Situation mag man sich in kühnen Abenteuerträumen nicht vorstellen, geschweige denn sie in natura meistern müssen. Also runter von der Bremse und nichts wie rüber ans rettende Ufer. Dort wartet direkt die nächste Herausforderung auf uns: wir müssen runter vom Eis und mit unseren Schlitten durch eine tiefe Rinne die Uferböschung hinauf. Manu erwischt es als erste. Wie in Zeitlupe neigt sich ihr Schlitten zur Seite, während die Hunde vorne wie verrückt ziehen. Das geht nicht gut und endet darin, dass das ganze schwere Gespann umkippt und unsere Schweizerin unter sich begräbt. Aua, das hat weh getan und gibt ´ne blaue Arschbacke ...