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Lappland
Singi
  Von Singi nach Nikkaluokta – enge Kurven und störrische Hunde   III
  Nach einer guten Stunde Fahrtzeit passieren wir die Rasthütte am Kuoperjåkkå und nun wird der Trail deutlich anspruchsvoller. Er führt in engen Kurven über Felsen und Buckel und immer wieder scheppern wir mit unseren Schlittenkufen über rohes Gestein. Als sich einer von Ollis Hunde in den Leinen des Geschirrs verheddert, wird es brenzlich. Olli steigt mit vollem Gewicht auf die Bremsplatte, der Schlitten verlangsamt seine Fahrt und Dustin gelingt es, sein Bein aus dem Leinenwirrwarr zu befreien, bevor ihn der schwere Schlitten von hinten überfährt. Noch mal Glück gehabt, denn wer seinem Hund einmal in die Hacken fährt, der bricht ihm entweder die Beine oder verliert zumindest das Vertrauen seines Hundes …
   
  Es ist erst ½ 12, als vor uns bereits die Hütten von Singi auftauchen, doch Markus will die Hunde noch etwas laufen lassen. Deshalb lassen wir die Hütten erst einmal links liegen und folgen weiter dem Tjäktavagge. Bis zum Spätherbst halten sich hier die Rentierherden der Samen auf, die dann die hinter einer Hügelkuppe liegende Siedlung Kårtjevuolle bevölkern, bevor sie mit Einbruch des Winters das Gebirge verlassen und in tiefere Gefilde ziehen. Von Singi geht es für uns in einem leicht hügeligen Gelände weiter Richtung Süden. Gegenüber rahmen die steilen Hänge des Unna Avrrik und des Stuor Avrrik das Tal ein. Immer wieder führt uns der Kungsleden in die Nähe des zugefrorenen Flusses Tjäktjajåkka, dessen grün-blau schimmerndes Eis in dieser Stille eine ganz besondere Stimmung erzeugt ...