Home
Start
Lappland
Kungsleden
  Auf dem Kungsleden –
lauft, Ihr Hunde, lauft!   I
  Polarnächte sind kurz! Zumindest, wenn die Mitreisenden schon morgens um 6.00 Uhr die senile Bettflucht kriegen und mit lautem Getöse damit beginnen, den Kaminofen zu befeuern. Ulli ficht das alles nicht an – und wir sind wach! Draußen ist es bereits taghell, als wir um 7.00 Uhr auf die Terrasse unserer Hütte treten, um Brennholz-Nachschub für den Ofen zu holen. Hier springt uns die arktische Kälte mit einer so unerwarteten Wucht an, als schneide jemand mit einem Messer in unserem Gesicht herum. Minus 23 Grad – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen oben in den Bergen erwarten wird. Nichts wie zurück in die wohlig warme Stube – danke Ulli …
 
  Um 8.00 Uhr taucht Markus auf und es ist Zeit für schwedisches Frühstück. Es gibt Porridge mit Marmelade, Nescafé, Wasa-Knäckebrot und Scheibenwurst – wenn’s denn schee macht und Kraft gibt?! Über den Geschmack des gewöhnungsbedürftigen, mit Milchpulver angerührten Porridge lässt sich jedenfalls streiten. Anschließend heißt es Sachen packen. Alles Überflüssige müssen wir in der Hütte lassen. »Es bleibt alles hier, was Ihr nicht unbedingt für eine Woche im Gebirge braucht«, mahnt uns Markus. »Denkt dran, die Hunde müssen jedes Kilo ziehen und Ihr den Schlitten im Zweifel den Berg hochschieben.« Also wird erst einmal aussortiert. Drei Paar Socken, zwei Unterhosen und ein Fliespulli tun’s im Zweifel auch. Modenschau war gestern, heute geht’s in die Wildnis Lapplands. Noch rasch die Hütte fegen, dann geht’s mit dem blauen VW-Bus Richtung Jukkasjärvi, wo die Hunde warten …