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Lappland
Kiruna
  Kiruna –
jenseits des Polarkreises   IV
  Unser Gepäck geschultert klettern wir leicht übermüdet aus dem Waggon. Während sich der Zug bereits wieder Richtung Narvik in Bewegung setzt, schauen wir uns suchend auf dem Bahnsteig um. Hatte Mats, der Chef von JVT, nicht gesagt, einer seiner Leute würde uns am Bahnhof abholen? »Welcome to Kiruna« – die Stimme aus dem Nichts gehört zu einem blonden Typ mit Ziegenbärtchen in einem olivfarbenen Tarnanzug, den man mit seinen knapp 1,75 Meter auch schon mal übersehen kann. »I’m Markus« stellt er sich uns mit knappen Worten vor. Was nicht gerade schwedisches Gardemaß hat entpuppt sich als unser Chefmusher für die nächsten 8 Tage, der uns gleich einmal klar macht, dass wir nach seiner Tagesplanung zu früh sind. Wir haben die Wahl: entweder wir verbringen den Tag mitten im Wald in einer abgelegenen Hütte mit Nichtstun oder wir erkunden bis 13.00 Uhr Kiruna und lassen uns dann von ihm zu der abgelegenen Hütte im Wald bringen. Wir entscheiden uns für die letztgenannte Alternative, denn Einsamkeit und Wildnis werden wir in den nächsten Tagen noch genug haben ...
  Wir schlittern und rutschen mit unserem Gepäck über den zugefrorenen Parkplatz auf einen klapprigen dunkelblauen VW-Bus zu, mit dem es dann ins Zentrum von Kiruna geht. Auf einem Parkplatz am Touristenbüro schmeißt Markus uns raus. »See you later, guys« – und weg ist er. Gut 2 ½ Stunden bleiben uns nun, um Kiruna zu erkunden, dass mit einer Bevölkerungszahl von rund 35.000 gerade mal einer deutschen Kleinstadt entspricht, sich aber auf einer Fläche von der Größe der Schweiz verliert …