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Lappland
  Abenteuer Kungsleden – mit Hundeschlitten durch die Wildnis Lapplands
  Minus 18 Grad – der Atem gefriert in unseren Nasenlöchern. Dazu bläst ein eisiger Ostwind über den zugefrorenen Alesjavri und sorgt dafür, dass wir unsere Fellmützen tief ins Gesicht ziehen. Aber das sind ideale Bedingungen für unsere Schlittenhunde, denen es gar nicht kalt genug sein kann. Vier Hunde, ein Schlitten, 150 Kilo Zuggewicht – für unsere Huskies kein Problem. In der Nacht sind noch zwei, drei Zentimeter Neuschnee gefallen und nun fliegen unsere Schlitten die letzten fünf Kilometer über das Eis des zugefrorenen Sees. Seit vier Stunden balancieren wir bereits auf den schmalen Kufen unserer Schlitten, lauschen wir dem Hecheln der Hunde, dem Knirschen des Schnees und freuen uns, wenn wir endlich das südliche Ufer des Alesjavri erreicht haben, an dem sich bereits die Dächer der STF-Hütten abzeichnen, unserem heutigen Tagesziel.

Eine Woche unterwegs mit Hundeschlitten in der Einsamkeit Lapplands. Eine Woche keine Dusche und kein fließendes Wasser, kein Strom, kein Telefon. Dafür Trinkwasser aus dem See, Holzhacken und Plumpsklo vor der Hütte. Unsere zehnte Abenteuerreise war in jeder Hinsicht extrem. Mit minus 25 Grad extrem kalt. Mit 200 Kilometer jenseits des Polarkreises extrem weit nördlich. Und mit dreißig äußerst lebhaften Huskies extrem tierisch. Eine Hundeschlittentour entlang des Kungsleden in Lappland ist nichts für Weicheier. Aber sie wird mit Natur pur und vier dankbaren Hundeschnauzen belohnt, die sich einem nach getaner Arbeit liebevoll entgegenstrecken und einem einmal quer durchs Gesicht schlecken …