Home
Start Start Start Start Start Start Start Start
Ägäis
  Auf alten Römerstraßen und durch verlassene Geisterstädte nach Fethiye   II
  Zwei Stunden benötigen wir für die 15 Seemeilen lange Überfahrt, bis wir um kurz vor 8.00 Uhr die Landzunge Dökükbasi Burnu mit ihrem weißen Leuchtfeuer erreichen. Kurz darauf umrunden wir die Karacaören-Halbinsel, vor der zahlreiche Seezeichen vor den ostwärts reichenden Klippen warnen und an deren Küste sich zahlreiche Segelboote mit Landleinen verholt haben. Wir umrunden die Halbinsel und halten auf die an der Nordseite gelegene Gemiler-Insel und den gleichnamigen kleinen Kieselstrand zu. Bei einer Wassertiefe von 10 Metern rauscht der Anker in die Tiefe …
 
  »Lecker, lecker, wunderbar« schallt eine Stimme lautstark über`s Wasser. Dazu das sonore Tuckern eines Außenborders. Ein kleines grünes Motorboot hält auf uns zu und geht an unserer Bordwand längsseits. Darin ein geschäftstüchtiger Türke in Schiesser-Feinripp-Unterhemd, weißen Socken und mit fescher Sonnenbrille sowie eine Frau, die wohl seine Mutter sein dürfte und die vorne in der kleinen Nussschale vor einer Crepes-Pfanne sitzt und Teig ausrollt. »Zitrone-Banane, Banane-Nutella, Honig-Zitrone, Käse-Tomate – ist besser als Viagra!« preist der Verkäufer die hauchdünnen Teigfladen seiner Mutter an. Und die sehen nicht nur lecker aus, sie sind es auch. Eine willkommene Frühstücksabwechslung für 2,50 €. Mit einem heißen Mokka aus Kenans Kombüse wird’s ein gelungener Tagesbeginn …

Fethiye