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Transalp
Scharnitz
  Von Scharnitz nach Grainau -
Warmradeln durchs Wettersteingebirge   I
(30 Kilometer / 400 Höhenmeter)
  Freitagmorgen, 7.00 Uhr, in Hofheim. Wir verzeichnen wenig sommerliche 13 Grad, als wir unsere schweren Taschen in Ollis X5 wuchten und unsere Mountainbikes auf dem Fahrradträger verzurren. Unser Ziel: die Alpen. Unsere Aufgabe: mit dem Mountainbike vom nördlichen Alpenrand in Deutschland quer über den Alpenhauptkamm die südliche Alpenseite und den Comer See in Italien erreichen. Das Problem: vor uns liegen über 450 Kilometer Forst- und Schotterwege, Wanderwege und Singletrails und fast 9.000 Höhenmeter. Und wir haben nicht die geringste Vorstellung davon, ob wir das packen.
   
  Um ½ 8 ist der Wagen gepackt, geht es auf die Autobahn Richtung Süden. Heidelberg, Stuttgart, Ulm und Füssen fliegen an uns vorbei, während wir uns gedanklich mit der Tour beschäftigen. Als vor zwei Jahren erstmals der Gedanke an einen Alpencross aufkam, da war uns klar, dass das Abenteuer einer Alpenüberquerung mit dem Mountainbike einiges an Vorbereitung bedeuten würde. Gute Kondition, der Wille sich durchzubeissen, vernünftige Klamotten. Aber vor allem zeichnen sich echte Mountainbiker doch durch eins aus: durch ein gescheites Mountainbike. Bis vor wenigen Monaten war das bei uns noch Mangelware. Ollis altes Hollandrad, Jans gelbes Aldi-Pseudo-Mountainbike und selbst Franks fast 20 Jahre altes Marin Eldridge Grade hätten uns sicherlich zu Außenseitern in der Bikerszene werden lassen. So hieß es für uns in den vergangenen Monaten die einschlägigen Fachmagazine lesen, Testberichte auszutauschen und die diversen Fachhändler aufzusuchen. Das Ergebnis: nun sind wir stolze Besitzer eines Univega Alpina FS SL-7, eines Carver XP-400 und eines Radon QLT Motion  in quietschorange. Jetzt brauchen wir nur noch gute Beine, damit unsere Transalp auch tatsächlich ein unvergleichliches Erlebnis und kein einzigartiges Desaster wird.