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Transalp
Auf Hannibals Spuren –
mit dem Mountainbike
über die Alpen
 

Die Schläfen pochen unter unseren Helmen, die Beine schmerzen und der Schweiß rinnt uns in Strömen den Rücken hinunter. Neben uns rauscht ein Wildbach zu Tal, mitten durch eine wunderbar karge Hochgebirgslandschaft, aus der sich die fast 3.000 Meter hohen Bergspitzen des malerischen Val Alpisella erheben. Irgendwo hier oben verläuft auch die Grenze, die die Schweizer „Piz“-Gipfel von den „Montes“ Italiens trennt. Aber das ist uns im Moment herzlich egal. Vor uns liegen noch weitere 400 Höhenmeter bis zur Passhöhe und dann ist erst einmal Durchatmen angesagt.

  Als wir vor zwei Jahren erstmals über eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike nachgedacht haben, da war schnell klar, dass diese Reise uns alles abverlangen würde. „Transalp“ – dieses klangvolle Kürzel steht unter Mountainbikern für die Königsdiziplin aller Bike-Touren. Abenteuer und Selbsterfahrung, sportliche Höchstleistung und Naturerlebnis – eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike bis jenseits der Baumgrenze gehört zu den großartigsten Herausforderungen im Leben eines Bikers. Und nun stecken wir plötzlich mitten drin, fahren durch vier Alpenländer, von Deutschland über Österreich, die Schweiz nach Italien zum Comer See. 450 Kilometer mitten durch die Alpen. Bis auf 2.850 Meter wuchten wir unsere 12 Kilo leichten Velos hinauf. Unzählige Male geht es erst steil bergauf, bevor wir uns dann halsbrecherisch in die Abfahrten stürzen. Die Bilanz: 8 zerschossene Reifen, 4 gebrochene Speichen, 2 zerstörte Schaltwerke und eine geplatzte Bremse. Und am Ende stecken uns über 9.000 Höhenmeter in den Beinen – einfach geil !!!