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Masuren
Kaliningrad
Kaliningrad – in den Armen von Mütterchen Russland   IV
  Pünktlich um kurz vor 11.00 Uhr endet unsere knapp zweistündige Zugreise, laufen wir in den Bahnhof von Braniewo ein. Der kleine Grenzbahnhof besteht nur aus zwei Bahnsteigen und unser Zug endet hier. Wir haben eine knappe halbe Stunde Aufenthalt – zu wenig, um sich die Stadt anzusehen, aber genug, um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Aber viel gibt es hier ohnedies nicht zu sehen. Das ehemalige Braunsberg mit seiner bis dahin gut erhaltenen Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg zu 80% zerstört und fristet seither ein tristes Dasein. Auf dem Bahnhofsvorplatz spürt man deutlich die Nähe der nur knapp sechs Kilometer entfernten russischen Grenze. Das Städtchen mit seinen 17.000 Einwohnern hatte über viele Jahre hinweg keinerlei Entwicklungschancen und hat auch heute noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten des Landes. Als Mann ist man hier entweder Grenzsoldat oder man steht mit einer Flasche Bier am Kiosk…