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Masuren
Iznota
Mönche, Mücken, Muskelkater – von Krutyn nach Iznota   I
  Unser letzter Paddeltag beginnt mit strahlendem Sonnenschein. Dicke Beine und wunde Hintern von gestern sind keine Ausrede. Heute steht die Schlussetappe mit noch einmal 30 Flusskilometern an. Da heißt es sich erst einmal am Frühstücksbuffet ordentlich stärken. Müsli, Rührei, frische Brötchen und heißer Kaffee – so langsam kehren die Lebensgeister zurück in unsere lahmen Knochen. Um ½ 10 treffen wir im Hof auf Frau Nosek. Die alte Dame ist heute früh schon wieder topfit und treibt ihre Mitarbeiter an. »Mein Sohn hat Eure Kanus bereits zum Fluss gebracht,« mahnt sie uns zur Eile. Dann berichtet sie uns von einem älteren Gast, der im vergangenen Jahr die gesamte Strecke von Sorkwity bis nach Krutyn – das sind immerhin fast 60 Kilometer – an einem einzigen Tag abgepaddelt sei. Der sei aber bereits um 8.00 Uhr gestartet und erst um 22.00 Uhr in Krutyn angekommen. 14 Stunden auf dem Fluss – Paddeln kann so schön sein…
   
  Um 10.00 Uhr stehen wir am Ufer der träge dahin fließenden Krutyna. Aufgereiht liegen unsere Paddelboote am seichten Wasser. Die Sonne wirft ihre sommerlich-warmen Strahlen durch das dichte Blätterdach und taucht den Fluss in ein bizarres Licht. Die ersten Paddler sind schon unterwegs, treiben aber mehr an uns vorbei, als dass sie paddeln. Das ist unser Zeichen. Die machen wir platt, denen zeigen wir, wo der Hammer hängt. Das wird hier heute schließlich keine Kaffeefahrt. Also schieben wir unsere Boote ins seichte Wasser der Krutyna, Sitzkissen rein und los geht's zur letzten Paddeletappe…