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Masuren
Heide
So zärtlich ist Masuren –
auf zwei Rädern durch die Johannisburger Heide   VI
  Während Jan unsere Barschaft um 12 Zloty für die Überfahrt erleichtert, bringt uns die kleine Autofähre auf die auf der anderen Seite des Beldahnsees gelegene Landzunge. Dort führt uns die Strecke zunächst in die kleine, am Rande der Wälder der Johannisburger Heide gelegene Ortschaft Popielno. Hier soll sich angeblich ein Forschungszentrum befinden, in dem Wisente, Tarpanpferde und Biber gezüchtet werden. Aber außer ein paar Stallungen für die Zucht der auf der Halbinsel frei lebenden Tarpanpferde ist weder von Bibern noch von Wisenten etwas zu sehen. Wahrscheinlich sind die überfütterten Viecher längst an Fettleibigkeit zugrunde gegangen…

  Von Popielno aus führt unser Radwanderweg nun geradewegs in das auf der Halbinsel gelegene Reservat, in dem auch die hier gezüchteten Tarpanpferde lebenden und mit etwas Glück in freier Wildbahn gesehen werden können. Aber so viel Glück kann man gar nicht haben, wenn man sich in Begleitung eines holländische Seemannslieder schmetternden Niederländers befindet. Dafür ziehen Henris holländische Weisen aber intensiv die in dem Wald lebenden Pferdebremsen an, was uns veranlasst, unsere Kartenlesestops, die Dank Ollis Pfadfinderkünsten erneut notwendig werden, auf ein absolutes Minimum zu reduzieren – wir können ja auch einfach mal 'nen Reiseführer nach dem Weg fragen – und statt dessen im Schweinsgalopp den Blutsaugern zu entfleuchen…