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Masuren
Heide
So zärtlich ist Masuren –
auf zwei Rädern durch die Johannisburger Heide   I
  Kontrastprogramm – heute bleiben die Kajaks im Keller, die Paddel in der Ecke. Wir wollen uns als Pedalritter versuchen, gönnen unseren malädierten Rücken und schmerzenden Oberarme eine Pause, um uns mit einer Radkarte bewaffnet auf den Weg nach Nikolaiken zu machen. Wir haben für heute vier Fahrräder bestellt und rätseln während des Frühstücks, was für rostige Mühlen da wohl auf uns warten. Aber weit gefehlt! Als wir um ½ 10 Uhr den sonnigen Hof betreten, werden wir schon von Frau Nosek erwartet.
 
  Die rüstig-resolute Seniorin ist Andrzejs Mutter und gehört zu jenen Ostpreußen, die 1945 nicht vor der heranrückenden Roten Armee geflohen, sondern in ihrer Heimat geblieben sind und die beweist, dass mehr als 40 Jahre Polonisierung nur ein halber Erfolg waren. Sie ist die gute Seele der Pension und bewohnt ein gegenüber dem Hauptgebäude gelegenes Häuschen. »Im Winter, wenn Andrzej und seine Frau in Mragowo leben, halte ich hier mit meinem Hund die Stellung«, bedeutet uns die alte Dame mit ihrem sympathischen ostpreußischen Dialekt. Dann weist sie schmunzelnd auf die vier Räder, die bereits am Hoftor stehen. Vollgefedert, immerhin 7 Gänge und höhenverstellbare Sättel – das hätten wir nicht gedacht. Als hätte Frau Nosek unsere Gedanken erraten, wünscht sie uns lächelnd eine gute Fahrt…