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Masuren
Krutyn
Der lange Weg nach Krutyn -
barocke Gärten, altbackene Typen und ein altersschwaches Taxi   VII
 

Nach fünf Stunden Busfahrt sind wir endlich am Ziel. Die kleine Ortschaft Krutyn mit ihren etwa 500 Einwohnern liegt direkt an dem malerischen Flüsschen Krutynia, von dem es auch seinen Namen ableitet und das als die schönste Paddelroute Polens gilt. Als wir in den Ort Krutyń einfahren, erkennen wir: Kanus sind hier das 'große Ding'. Es gibt einen Anbieter neben dem anderen, schon auf dem Weg in den Ort findet man immer wieder Schilder, dass gerade dieser Kanuanbieter der beste, günstigste und netteste sei. Fast in jedem Haus kann man Paddelboote mieten, liegen Kajaks im Hof oder Garten und ständig rattern altertümliche Gelände- oder Kastenwagen mit Bootsanhängern durch den Ort. Auch für uns stehen bereits zwei Zweier-Kajaks bereit, wie man uns an der Rezeption der Pension wissen lässt, auf denen wir ab morgen die Krutynia erpaddeln wollen…

 
  Wir machen uns aber erst einmal auf den Weg zu einer kurzen Erkundungstour durch den Ort und auf die Suche nach einem annehmlichen Plätzchen für ein standesgemäßes Willkommens-Piwo. In dem Restaurant »Karczma Zacisze« werden wir fündig. Das rustikal aus Holz erbaute Gasthaus liegt direkt am Fluss und bietet von der überdachten Terrasse aus einen herrlichen Blick auf die von hohen Bäumen eingerahmte Krutyna, zwischen deren Wipfeln langsam die Sonne untergeht. Und während sich die Dämmerung allmählich über den Ort legt, setzen wir bei Wodka und Sznycel ein erstes Zeichen: wir gehen erst, wenn man uns ganz lieb bittet und die Bürgersteige hochgeklappt werden…