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Masuren
Krutyn
Der lange Weg nach Krutyn -
barocke Gärten, altbackene Typen und ein altersschwaches Taxi   I
 

Es ist Samstagmorgen, ½ 8 Uhr, als die Wecker unserer Handys klingeln und uns unsanft aus dem kurzen Schlaf reißen. Aber draußen wartet bereits ein herrlicher Morgen auf uns. Während es gestern überwiegend grau, windig und auch eher kühl war, lacht heute früh die Sonne von einem strahlendblauen Himmel – was bei Jan ungeahnte Lebensgeister weckt: während wir uns ans Frühstückbuffet begeben und den Tag zunächst einmal in aller Ruhe mit einer Tasse Kaffee beginnen, springt Jan in seine Joggingschuhe und hechelt erst einmal eine halbe Stunde durch die langsam erwachenden Parkanlagen…

Frühstücken, packen, zahlen – um 09.30 Uhr sind wir abmarschbereit. Um 14.00 Uhr geht unserer Masuren-Shuttle vom Warschauer Zentralbahnhof ab und die Zeit bis dahin wollen wir in und rund um den Lazienki-Park verbringen, der mit seinen weitläufigen Flächen und dem alten Baumbestand, seinen zahlreichen Palais, künstlichen Seen und Skulpturen als zu den schönsten Parkanlagen Europas gehört.

 
  Nur den ganzen Weg dorthin laufen wollen wir nicht, zumal wir unser gesamtes Gepäck dabei haben. Aber dafür gibt es in Warschau ja die Straßenbahn. Gesagt, getan – um 10.00 Uhr stehen wir in der vollbesetzten Linie 12 Richtung Kulturpalast und… haben keine Tickets. Man kann beim Fahrer nämlich keine Fahrscheine kaufen und auch an der Haltestelle gab es keine Fahrkartenautomaten. Wahrscheinlich hätten wir die auf dem Russenmarkt kaufen können, aber das hilft uns jetzt auch nicht weiter. Jetzt nur keine Kontrolle, sonst verbringen wir den Rest der Reise im Gulag…