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Masuren
Warschau
Warschau – im Schatten
des Kulturpalasts   II
  4:00 Uhr morgens – die Abteiltür fliegt auf und der grelle Schein einer Taschenlampe lässt auch nur jeden Gedanken an Schlaf ein Ende finden. »Paszport, prosze« dröhnt es uns entgegen. Wir haben die polnische Grenze erreicht. Verschlafen kramt Franky unsere Pässe hervor. Ein kurzer Blick auf das Passphoto – passt. Grummelnd zieht der Grenzer wieder von dannen. Zwei Minuten später hört man nur noch das Schnarchen unserer polnischen Mitreisenden und das stete Rattern der Schienen…
 
Mit einstündiger Verspätung rollen wir morgens um kurz vor 10:00 Uhr in den Bahnhof von Warszawa Centralna, den Warschauer Hauptbahnhof ein. Ein Recken, ein Strecken nach dieser schlaflosen Nacht und dann stehen wir nach 13 Stunden Zugfahrt endlich auf polnischem Boden, mitten im Herzen der polnischen Hauptstadt. Für Olli, der in Polen vor 20 Jahren ein Feriensemester absolviert hat, ist es ein Deja-Vue, als wir den Bahnhof verlassen und unmittelbar vor dem hoch in den Himmel aufragenden Kulturpalast stehen. Der monolithische Palast im stalinistischen Zuckerbäckerstil war ein Geschenk Stalins an das polnische Volk und ist mit seinen 231 Metern Höhe eine unübersehbare und wohl auch die markanteste Landmarke Warschaus…