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Kefallonia
  Flaute – der lange Weg
nach Kefallonia  V
  Mittlerweile ist es 16.00 Uhr, die Sonne steht schon tief im Westen, als wir die Südspitze von Kefallonia mit ihrem markanten Leuchtturm umrunden. Immer noch wummert unter Deck unser Motor, obwohl das Seegebiet zwischen den Landmassen der Inseln Kefallonia und dem weiter südlich gelegenen Zakynthos bekannt ist, für seine 1 bis 2 Bft. höheren Windstärken. Aber was ist das? Kräuselt sich da hinten etwa das Wasser, entdecken wir dort vor uns etwa eine Schaumkrone? Tatsächlich – nach zwei Stunden unter Motor kommt nun kommt endlich eine leichte Brise auf. Zeit zum Segel setzen! Olli schmeißt die Kurbel auf die Winsch, die Genua wird entrollt und auf leichtem Halbwindkurs gleitet die »Noah« dahin – wir segeln endlich wieder…

Zwischen dem Kap Georgiou und der flachen Insel Vardianoi fahren wir in den knapp 1,5 Seemeilen breiten Golf von Argostoli ein, auf dessen Ostseite sich bereits das mächtige Zentralgebirge der Insel mit dem 1628 m hohen Berg Enos abzeichnet. Wir halten auf das uns gegenüber liegende Kap Theodoros mit seinem charakteristischen Leuchtturm in Form eines Rundtempels zu, der leider bei dem schweren Erdbeben 1953 zerstört und in vereinfachter Form wieder aufgebaut wurde. Aber die eigentliche Besonderheit ist eine andere. Hier am Kap Theodoros liegt eine der berühmten Meerwassermühlen von Argostoli. »Seht Ihr das verrostete Schaufelrad neben der Taverne dort drüben?«, fragt uns Sirko und deutet auf die Landzunge. »Normalerweise fließt Wasser ja bekanntlich vom Land ins Meer, aber hier auf Kefallonia ist dies anders, hier fließt das Meerwasser landeinwärts, versickert zunächst im Boden und tritt dann erst viele Kilometer im Landesinneren aus Quellen wieder zutage. Früher war die Wassermenge so groß, dass damit die Mühlräder der berühmten Meerwassermühlen angetrieben wurden."