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Lefkas
  Lefkas –
die »Noah« sticht in See  IV
  Mittlerweile hat unser Bus gut Strecke gemacht. Rechterhand taucht bereits eine weitere Sehenswürdigkeit auf: die Harilaos-Trikoupis-Brücke über den Golf von Korinth. Die Brücke von Korinth ist die längste Schrägseilbrücke der Welt und wurde als griechisches Prestigeobjekt erst am 12. August 2004, einen Tag vor Beginn der Olympischen Spiele, für den Verkehr eröffnet. Bereits im Jahre 1889 hatte der damalige griechische Premierminister Harilaos Trikoupis die Vision einer Verbindung zwischen Antirion auf dem griechischen Festland und Rion auf der Halbinsel Peloponnes. Das Projekt wurde vom griechischen Parlament diskutiert, doch die Ingenieure konstatierten: »Unmöglich«.  
   
  Zu instabil sei der Meeresgrund, zu tief das Wasser des Golfes von Korinth, zu stark seien die Strömungen. Von den in dieser Region auftretenden Erdbeben gar nicht zu reden. So musste Trikoupis die Hoffnung auf die Erfüllung seines Traumes erst einmal begraben. 1998 griff man die Pläne jedoch erneut auf und es dauerte bis zum Sommer 2004, bis das über 770 Millionen Dollar teure, aus vier Stahl-Harfen zusammengesetzte und 2.880 Meter lange Brückenwunder endlich fertig gestellt war, über das wir nun auf das griechische Festland hinüberrollen…

Die nächsten zwei Stunden vergehen wie im Fluge. Agrinio, Amfilonia und Vonitsa sind noch Stationen, wo unser Bus kurz Halt macht, bevor wir mit nur 20-minütiger Verspätung um 20 nach 12 Uhr auf die Brücke einbiegen, die Lefkas als einzige Ionische Insel mit dem Festland verbindet. Naja, eine richtige Brücke ist das eigentlich nicht. Die Griechen haben einfach ein passendes Fährschiff genommen, quer in den schmalen Kanal gelegt und zur Brücke umfunktioniert. Aber die »Brücke« passt, wackelt und hat Luft…