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Lefkas
  Lefkas –
die »Noah« sticht in See  II
  Wäre auch eh' egal, da die Ziegenhirten mit reichlich Ouzo im Blut ab der Stadtgrenze bereits lauthals über die Zuneigung der Ziege streiten. Derweil sieht man auch nichts mehr, da die auf der Gepäckablage sitzenden Hühner einem die Brille verkackt haben. Was auch gleich den Geruchssinn außer Gefecht setzt - wäre da nicht der unvergesslich markige, iltisartige Körpergeruch der beiden Ziegenhirten, die uns mit ihren drei verbliebenen Stummelzähnen freundlich angrinsen. Der Tastsinn ist leider auch dahin, zumindest in den Händen nachdem diese in der eingerosteten Sitzmechanik eingeklemmt waren, und der Sinn für Humor wurde leider mit Verlust des gesamten Gepäcks auch gleich mitgenommen. Oh ja, der Temperatursinn! Bei 46 Grad im Schatten und mangels Klimaanlage haben wir gemeinsam mit den Ziegenhirten versucht, die Fenster zu öffnen, die dabei leider mitsamt Rahmen auf die Straße gefallen sind, so dass wir die restlichen vier Stunden Fahrtzeit auch noch jede Menge Straßenstaub genießen können. Perfekte Bedingungen also, für eine genüssliche Busreise…

Es kommt dann aber doch tatsächlich ganz anders. Um kurz vor 7 Uhr rollt ein moderner und voll klimatisierter Reisebus heran, er so gar nicht unseren griechischen Klischees entsprechen will und es beginnt das Boarding. Wir beziehen unsere nummerierten Plätze in der vorletzten Reihe und packen erst einmal unsere soeben erstandenen Frühstücksstullen aus, während sich der Bus fahrplanmäßig aus der Halle bewegt. Vor uns liegen fünf Stunden Busfahrt, die allerdings erst einmal mit einem zähen Ringen durch den Athener Berufsverkehr beginnen…