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Athen
  Athen –
auf dem Gipfel der Götter  III
  15.00 Uhr. Der Wecker klingelt zum zweiten Mal an diesem Tag. Ausgeschlafen und mit einem Stadtplan bewaffnet machen wir uns nun auf den Weg in die Athener Innenstadt. Alle? Nicht alle. Jürgen ist gestern erst aus Cincinatti zurückgekehrt und im Moment noch nicht aus dem Bett zu kriegen. In kleiner Besetzung schlendern wir deshalb durch das Viertel rund um den Omonia-Platz, vorbei an unzähligen kleinen Läden und Buden, in denen Plastikkanister und Blechgeschirr, Turnschuhe und T-Shirts, Waschmittel und Getränke verkauft werden. Hier scheint fast jeder Grieche selbständig zu sein und sein Business zu machen, sei es in einem der zahllosen Tante-Emma-Läden, als Handwerker in einem ausgebauten Keller, als Losverkäufer oder aber Betreiber eines der allgegenwärtigen Kioske…

Geschäfte machen kann man vor allem auf dem städtischen Zentralmarkt Kentriki Agora schräg gegenüber dem Athener Rathaus. In den über 100 Jahre alten Markthallen werden Fisch und Fleisch verkauft und zwar nicht wie bei uns DIN-Norm gekühlt und in plastikverpackten Portionen. Hier fließt noch echtes Blut, wenn Hunderte von Metzgern vor den Augen ihrer Kunden auf einem groben Hackklotz ihre Tiere zerlegen…

Hinter den historischen Markthallen biegen wir nach rechts in die Odos Eolou ein, einer schmalen Straße mit hübschen Cafes und netten Geschäften, der wir Richtung Altstadt folgen. In der Nähe der Kapnikarea, einer kleinen Kreuzkuppelkirche aus dem 11. Jh., stoßen wir in einer Seitenstraße auf eine nette Taverne, in der frische Sandwiches feilgeboten werden. Während wir gekühlte Cola, griechischen Kaffee und Henri sein üppig belegtes Sandwich genießen, stimmen hinter uns zwei griechische Gitarrenspieler ihre fröhlichen Lieder an…