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Sierra
de Guara
8. Tourpunkt: Rio Vero – der lange Marsch nach Alquezar 9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen 7. Tourpunkt: Canyon Oscuros del Balces – die dunkle Seite des Rio Isuala 6. Tourpunkt: Canyon Mascun – nur die Wand zählt 1. Tourpunkt: Barcelona – »Rumble at the Rambles« 2. Tourpunkt: Bierge – eine Casa, eine Fiesta und der Camera-Blues Unter Geiern – In den Schluchten der Sierra de Guara 3. Tourpunkt: Canyon Formiga – in der Schlucht der Geier 4. Tourpunkt: Otin – das verlassene Ziegendorf 5. Tourpunkt: Canyon Peonera – nur die Härtesten kommen durch
9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen
Oscuros
  Canyon Oscuros del Balces – die dunkle Seite des Rio Isuala   V
  Dann gibt Emilio das Zeichen zum Aufbruch. Ein letzter Schluck aus der Wasserpulle und los geht’s. Der Einstieg in den Canyon Oscuros del Balces macht seinem Namen denn auch direkt alle Ehre. Nach wenigen Schritten und etwas Kletterei über die riesigen Felsbrocken stehen wir vor einem runden Loch, in das sich der Rio Isuala ergießt. Dahinter nichts als schwarze Dunkelheit. Emilio schaut fordernd in die Runde und das bedeutet, wir brauchen einen Freiwilligen, eine Testperson gewissermaßen. Da nehmen wir doch am besten jemanden, der sowieso nicht mehr ganz intakt ist: Jürgen!

Unser fußlahmer Ostfriese schaut gar nicht glücklich, als er die Beine voran in diesem schwarzen Loch hängt, umspült von dem wild schäumenden Wasser und nur von Emilio gehalten, der ihm auf spanisch die letzten Instruktionen gibt. Bevor Jürgen noch den Hinweis geben kann, dass er davon kein Wort verstanden hat, löst Emilio seinen Griff und der Wassersog zieht Jürgen unaufhaltsam ins schwarze Nichts…

Was Jürgen überlebt, das überleben wir auch. Also hinterher. Scheppernd geht es die Wasserrutsche hinunter, in das unter dem Felsen gelegene Becken, wo Jürgen bereits mit breitem Grinsen auf uns wartet. Aber das war nur der Anfang. Gewissermaßen zum Warmwerden. Denn wenige Minuten später bricht der Fluss schon wieder über eine Felskante ab und stürzt sich in die Tiefe. Der Wasserfall liegt vor uns. Emilio holt sein Seil aus dem Rucksack und zieht es durch die in den Fels geschlagenen Haken. Diesmal ist Dirk der erste, der hinunter muss. Er soll den Rest der Gruppe von unten sichern…