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Sierra
de Guara
8. Tourpunkt: Rio Vero – der lange Marsch nach Alquezar 9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen 7. Tourpunkt: Canyon Oscuros del Balces – die dunkle Seite des Rio Isuala 6. Tourpunkt: Canyon Mascun – nur die Wand zählt 1. Tourpunkt: Barcelona – »Rumble at the Rambles« 2. Tourpunkt: Bierge – eine Casa, eine Fiesta und der Camera-Blues Unter Geiern – In den Schluchten der Sierra de Guara 3. Tourpunkt: Canyon Formiga – in der Schlucht der Geier 4. Tourpunkt: Otin – das verlassene Ziegendorf 5. Tourpunkt: Canyon Peonera – nur die Härtesten kommen durch
9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen
Peonera
  Canyon Peonera – nur die Härtesten kommen durch   V
Aber erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Bis zum »Allohol« ist es noch ein weiter Weg, der uns zunächst in das knapp 15 Grad kalte Wasser führt. Da sind wir froh, dass wir unsere klammen Neoprenanzüge dabei haben, in die wir uns nun hineinzwängen. Plopp, plopp – die roten Plastiksturzhelme sitzen, nun kann es endlich losgehen…

Direkt das erste Wasserbecken des Canyons hat es in sich. Der erste Sprung. Nicht sehr tief, aber ohne rechten Halt beim Absprung in die drei Meter tiefer gelegene Gumpe. Emilio erklärt uns mit ernster Miene, auf was wir beim Absprung unbedingt zu achten haben, was wir unter keinen Umständen machen dürfen und deutet auf einen imaginären Punkt des unter uns liegenden Wasserstrudels. Das Ganze auf Spanisch. Wir haben kein Wort verstanden – also Freiwillige vor…

"Maaaarco!!!« Marco kommt und übersetzt, zeigt auf die Stelle, wo wir landen müssen und erklärt, was Emilio uns sagen wollte. »Ihr dürft nicht zu nahe an den Fels springen. Dort befindet sich unter Wasser ein Überhang,« bedeutet er uns mit den Händen, »wenn ihr den trefft, dann brecht Ihr Euch die Beine.« Geil – mit gebrochenen Beinen Opfer der Wasserschlangen. What a day…
Aber immer noch ist kein Freiwilliger gefunden. Emilio wird ungeduldig, sein Blick gleitet durch die Runde und bleibt auf Olli hängen. Na klar, der mit den längsten Beinen wird geopfert. Aber es gibt kein Entrinnen mehr. Mit den Armen fuchtelnd und nach Balance suchend betritt unser Langer den glitschigen Fels. Und bevor Emilio ihm den alles entscheidenden Schubser versetzen kann, jumpt Olli mit angezogenen Beinen in das weiß schäumende Wasser unter ihm…