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Sierra
de Guara
8. Tourpunkt: Rio Vero – der lange Marsch nach Alquezar 9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen 7. Tourpunkt: Canyon Oscuros del Balces – die dunkle Seite des Rio Isuala 6. Tourpunkt: Canyon Mascun – nur die Wand zählt 1. Tourpunkt: Barcelona – »Rumble at the Rambles« 2. Tourpunkt: Bierge – eine Casa, eine Fiesta und der Camera-Blues Unter Geiern – In den Schluchten der Sierra de Guara 3. Tourpunkt: Canyon Formiga – in der Schlucht der Geier 4. Tourpunkt: Otin – das verlassene Ziegendorf 5. Tourpunkt: Canyon Peonera – nur die Härtesten kommen durch
9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen
Otin
  Otin –
das verlassene Ziegendorf   I
Das Gewitter von gestern Abend hat sich wieder verzogen. Als wir uns heute morgen auf den Weg zum Waschhaus machen, brennt schon wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel herab. Das verspricht wieder ein heißer Tag zu werden…

Nach dem Frühstück gesellt sich Barbara zu uns an den Tisch – Lagebesprechung. Die Gruppeneinteilung von gestern Abend sah vor, dass wir heute einen Tag zur freien Verfügung haben, den wir zu einer Erkundung der Gegend nutzen wollen. Barbara schlägt uns daher eine Wanderung durch den Mascun vor, einen mächtigen Canyon, der allerdings zur Zeit zu wenig Wasser für’s Canyoning führt. Von dort kann man dann nach Otin aufsteigen, eine verlassene Ortschaft, in der heute nur noch wilde Ziegen leben. »Otin ist meine alte Heimat«, beginnt Barbara zu erzählen. »Bis vor sieben Jahren habe ich selbst in Otin gelebt, bevor ich dort weg bin und hier in Bierge die Casa Barbara gekauft habe.« Gemeinsam mit ihrem Freund Manolo hat Barbara in Otin eine Bar oder Herberge für Wanderer betrieben. »Immer wenn sich zu uns eine neue Gruppe anmeldete, dann habe ich vorher frischen Kuchen gebacken«, gerät Barbara ins Plaudern. »Manchmal sechs, sieben Kuchen, die gingen dann weg wie nichts. Wir hatten keinen Strom und kein fließend Wasser in Otin und mit dem Unimog musste man vier Stunden über Feldwege fahren, bis man zur nächsten Straße gelangte.« Hört sich nicht gerade nach dem Nabel der Welt an – da müssen wir hin!!!