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Sierra
de Guara
8. Tourpunkt: Rio Vero – der lange Marsch nach Alquezar 9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen 7. Tourpunkt: Canyon Oscuros del Balces – die dunkle Seite des Rio Isuala 6. Tourpunkt: Canyon Mascun – nur die Wand zählt 1. Tourpunkt: Barcelona – »Rumble at the Rambles« 2. Tourpunkt: Bierge – eine Casa, eine Fiesta und der Camera-Blues Unter Geiern – In den Schluchten der Sierra de Guara 3. Tourpunkt: Canyon Formiga – in der Schlucht der Geier 4. Tourpunkt: Otin – das verlassene Ziegendorf 5. Tourpunkt: Canyon Peonera – nur die Härtesten kommen durch
9. Tourpunkt: Girona – Abschied mit Hindernissen
Barcelona
  Barcelona -
»Rumble at the Rambles«   I
Die Vorbereitungen auf unsere Abenteuerreise 2003 gestalteten sich äußerst schwierig. Überzeugungsarbeit war angesagt. »Wie Ihr wollt zum Canyoning. Ist das nicht dieser Irrsinn, bei dem vor zwei, drei Jahren in der Schweiz eine ganze Gruppe zu Tode gekommen ist?« hieß es da von allen Seiten. »Und überhaupt, Sierra de Guara, ist das nicht ETA-Übungsgebiet?« Naja, ein bischen mulmig war uns beim Rucksackpacken ja schon, denn eigentlich wusste keiner von uns so recht, was uns beim Canyoning wirklich erwarten würde und die Sierra de Guara war uns bis dato auch völlig unbekannt gewesen. Daß die nicht irgendwo in Südamerika liegt hatten wir erst bei mehrfachem Suchen im alten Diercke-Schulatlas festgestellt. Und dann war da natürlich noch ein letztes nicht zu unterschätzendes Risiko. Im Bruch mit guten alten Traditionen hatten wir uns diesmal dazu entschlossen, die Anreise nicht mit der Bahn zu meistern, sondern zu fliegen: mit Ryan-Air…
Freitag, 3.00 Uhr morgens. Der Wecker schrillt. Draußen ist es noch stockfinster und für Anfang Juli viel zu kühl. Urlaub beginnt eigentlich anders. Anderthalb Stunden später. Wir treffen uns an einer Parkbucht mitten im Taunus. Langsam beginnt es zu dämmern. Henri fährt. Wir müssen rüber zum Flughafen nach Hahn, in den Hunsrück. Zeit für lange Verabschiedungen bleibt nicht. In zwei Stunden geht der Flieger und wir müssen Jan noch aufsammeln…
 
  Kurz vor 4.00 Uhr. Wir biegen in den Mombacher Kreisel von Mainz ein. Da hinten steht Jan und winkt. In der rechten Hand seinen Rucksack, in der Linken die obligatorische Plastiktüte. The Packmaster himself, halt. Rein und weiter. Zurück auf die Autobahn und ab in den Hunsrück. Eine Stunde später, um 5.00 Uhr, biegen wir auf die Zufahrt vom Terminal des Flughafens Frankfurt-Hahn ein, wie sich der ehemalige US-Luftwaffenstützpunkt heute nennt. Draußen 13 Grad und Nieselregen. Das rechte Wetter um abzuhauen. Am Schalter von Ryan Air geht alles ruckzuck. Rucksäcke auf’s Band, Pässe gezeigt und schon geht’s durch die Schleuse zum Gate. Das nennt man Effizienz…