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8. Tourpunkt: »Grande finale« in Venedig
1. Tourpunkt: Wir entern die »Mau Yee« 2. Tourpunkt: Leinen los – auf nach Porec! 3. Tourpunkt: Im Reich der tausend Inseln 4. Tourpunkt: Rovinj - die Perle Istriens
Istrien
5. Tourpunkt: Zurück nach Vrsar 6. Tourpunkt: Sturm – die Bora bläst! 7. Tourpunkt: Unter roten Segeln – Umrundung des Kap Savudrija 8. Tourpunkt: »Grande finale« in Venedig
Vrsar
  Zurück nach Vrsar  I
  Als Hannes gegen 8.00 Uhr mit den Töpfen klappert, schläft seine Crew noch den Schlaf der Gerechten. Milan zeigt noch überhaupt kein Lebenszeichen und auch bei uns ist der ein oder andere von der Nacht schwer gezeichnet. Alles geht heute an Bord etwas langsamer ab und so dauert es, bis alle von den Duschen zurück sind. Aber mit dem Frühstück kehrt bei uns auch die gute Laune zurück…

Wieder sind für heute Gewitter gemeldet und Hannes rät zur Vorsicht was die Törnplanung angeht. Da Pula nur über einen Stadthafen verfügen und keine gepflegte Marina besitzen soll, entschließen wir uns, schon mal den Rückweg einzuschlagen und peilen für heute nochmal den Hafen von Vrsar mit seinen phantastischen Duschen an…

Gegen 10.00 Uhr sind wir endlich ablegebereit, Hannes schmeißt den Diesel an und langsam tuckernd verlassen wir die Marina von Rovinj. Dann heißt es trotz Flaute Segel setzen und wieder wird uns bewusst, dass Segeln auf einer Dschunke nicht heißt, sich ständig in Schräglage zu befinden, sondern mehr ein Dahingleiten ist, ein Sich-treiben-lassen…

Und während wir so durch die wunderschöne Inselwelt Istriens treiben, erzählt uns Hannes die Geschichte der Mau Yee:
„Der Name 'Mau Yee' bedeutet aus dem Chinesischen übersetzt 'Münchener Freiheit'«, beginnt Hannes seine Erzählung, »und erinnert an die Parole der Münchener Widerstandsbewegung gegen die Nazis. Den Bau der Dschunke hat 1962 der Münchener Rechtsanwalt Gernegross in der Sau Kee Werft in Aberdeen/Hong Kong in Auftrag gegeben. Die Mau Yee ist eine echte Hochseedschunke und wurde Mitte der 60er Jahre von Hong Kong ins Mittelmeer überführt. Mitte der 70er Jahre habe ich die Dschunke dann übernommen. Damals hatte ich in München noch ein Kabarett, doch als dort die Mieten ins Unermessliche stiegen habe ich mich immer mehr aufs Segeln verlegt, wurde die Mau Yee zu meinem zweiten Zuhause.«