Im ewigen Eis des Cevedale – Auf 4.000 Meter Aug’ in Aug’ mit dem Ötzi 1. Tourpunkt: Ötzi – wir kommen! zur Startseite 2. Tourpunkt: Unser erster 3.000er: die Schöntaufspitze 3. Tourpunkt: Besteigung der Madritschspitze 5. Tourpunkt: Dünne Luft: Auf dem Gipfel des Monte Cevedale 6. Tourpunkt: Im Reich der Murmeltiere: Auf der Marmotta 7. Tourpunkt: Wildes Wasser – Rafting auf der Passer 4. Tourpunkt: Zwischen Gletschern und Kanonen: der Aufstieg zur Casatihütte
Home
Monte
Cevedale
  Dünne Luft: Auf dem Gipfel
des Monte Cevedale  III

 

Dann ist es geschafft. Wir schreiben Donnerstag, den 26. Juli 2001, 08.00 Uhr, und stehen in 3.769 Meter Höhe auf dem Gipfel des Monte Cevedale, fühlen uns wie Reinhold Messner auf dem Mount Everest…

Vor allem Jürgen fühlt sich wie auf dem Mount Everest und japst nach Luft. Ein bisschen hoch hier oben für unseren Ostfriesen, der schon in der norddeutschen Tiefebene akute Anzeichen von Höhenkrankheit zeigt. Auch seine blauen, roten und grünen Pillen, die er schon seit Tagen während des Frühstücks vereinnahmt hat, konnten offenbar nicht verhindern, dass unser Friese hier oben ein Wechselbad der Gefühle erlebt, hin und hergerissen zwischen Lungenödem…

  …und der phantastischen Aussicht, die sich uns auf die umliegende Bergwelt bietet…

Nach dreißig Minuten Höhenluft balancieren wir über den schmalen Nordost-Grat und wenden uns dann nach Süden dem Abstieg zur Marteller Hütte zu. Kaum geht es wieder runter, bessert sich auch wieder Jürgens Zustand und los geht’s. Die nächsten zweieinhalb Stunden führen uns über einen Geröllgrat, der mit großen Felsbrocken übersäht ist. An der Fürkelescharte sind wir nur noch knapp über der 3.000-Meter-Marke, machen eine kurze Rast und stapfen dann über den Gletscher des Fürkeleferner bergab.

 

Martelltal