Im ewigen Eis des Cevedale – Auf 4.000 Meter Aug’ in Aug’ mit dem Ötzi 1. Tourpunkt: Ötzi – wir kommen! zur Startseite 2. Tourpunkt: Unser erster 3.000er: die Schöntaufspitze 3. Tourpunkt: Besteigung der Madritschspitze 5. Tourpunkt: Dünne Luft: Auf dem Gipfel des Monte Cevedale 6. Tourpunkt: Im Reich der Murmeltiere: Auf der Marmotta 7. Tourpunkt: Wildes Wasser – Rafting auf der Passer 4. Tourpunkt: Zwischen Gletschern und Kanonen: der Aufstieg zur Casatihütte
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Monte
Cevedale
  Dünne Luft: Auf dem Gipfel
des Monte Cevedale  I

What a night! Wir stürzen in bodenlose Gletscherspalten, werden vom Ötzi verfolgt, sterben an der allseits gefürchteten Höhenkrankheit und zu guter Letzt wird auch noch die Casatihütte von einer gewaltigen Lawine überrollt. Ein gewaltiges Grollen beendet gegen 03.00 Uhr morgens unseren kältegeplagten Schlaf, doch halt, nicht eine Lawine verursacht das Stampfen, sondern im Stockwerk über uns wird bereits zum Aufbruch auf den Ortler gerüstet. Ein bisschen früh…

Doch auch unsere Nacht ist kurz. Um 5.00 Uhr steht Robert bei uns im Raum – Aufstehen. Katzenwäsche mit Wasser, dessen Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt liegt. Das ist wahrlich »nix für Weicheier« – dagegen hatte das morgendliche Bad in den Karpaten ja Badewannencharakter. Dann runter in den Hüttenraum zum Frühstück. Dünner Kaffee und ein Stückchen Brot mit Marmelade – der Hüttenwirt bleibt seiner Linie treu…

Aber für all das werden wir entschädigt, als wir nach draußen auf die Hüttenterrasse treten. Ein Panorama und Wetter, wie aus dem Bilderbuch. Strahlendblauer Himmel, Sonnenschein und kalt (- 3 C). Über allem thront majestätisch der von der Morgensonne angestrahlte Cevedale…

Vor der Hütte sind bereits die Hardcore-Bergsteiger zu Gange. Italienische Sprachfetzen schwirren durch die dünne Höhenluft, Steiggurte werden angeschnallt, Karabinerhaken eingeklinkt und die Steigeisen montiert. Das können wir auch und pünktlich um 06.00 Uhr sind wir abmarschbereit – ready to rumble…


 

Martelltal