Im ewigen Eis des Cevedale – Auf 4.000 Meter Aug’ in Aug’ mit dem Ötzi 1. Tourpunkt: Ötzi – wir kommen! zur Startseite 2. Tourpunkt: Unser erster 3.000er: die Schöntaufspitze 3. Tourpunkt: Besteigung der Madritschspitze 5. Tourpunkt: Dünne Luft: Auf dem Gipfel des Monte Cevedale 6. Tourpunkt: Im Reich der Murmeltiere: Auf der Marmotta 7. Tourpunkt: Wildes Wasser – Rafting auf der Passer 4. Tourpunkt: Zwischen Gletschern und Kanonen: der Aufstieg zur Casatihütte
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Casatihütte
Martelltal
  Zwischen
Gletschern und Kanonen:
der Aufstieg zur Casatihütte  II

»Reinhold-Messner-gleich« stapfen wir durch die Eiswüste des Zufallferners, überqueren bodenlose Gletscherspalten und vertrauen darauf, dass unser Hintermann schon acht geben wird, wenn unter uns der Boden wegbricht…

Steten Schrittes gewinnen wir an Höhe, während die hoch am Himmel stehende Sonne uns den Schweiß in Strömen den Rücken herabrinnen lässt und die Bergluft immer dünner wird. Nur gut, dass wir auf Roberts Ratschlag gehört und unsere Rucksäcke ausgemistet haben…

Robert deutet auf den Hang zu unserer Linken. »Dort oben liegen die »Drei Kanonen«, ein Felsüberhang, wo tatsächlich Kriegsgerät im ewigen Gletschereis eingefroren sind. Im ersten Weltkrieg hatten hier die österreichischen Kaiserjäger ihre Kanonen hochwuchten und in Stellung bringen lassen, um den italienischen Alpini-Soldaten Paroli zu bieten…«

  Weiter geht’s, die 3.000-Meter-Marke wird schwer atmend passiert, und wir blicken auf die Suldenspitze, von der sich gestern noch eine Lawine gelöst und den Wanderweg verschüttet hat; allgemeines Lebensrisiko halt. Kurz darauf erblicken wir unser heutiges Etappenziel, die Casatihütte. Noch ein paar letzte Schritte am Seil, die Stiegen der Holztreppe sind rasch genommen und wir stehen auf der Terrasse der Hütte, auf 3.254 Metern, vis a vis vom Cevedale, unserer morgigen Herausforderung…