Im ewigen Eis des Cevedale – Auf 4.000 Meter Aug’ in Aug’ mit dem Ötzi 1. Tourpunkt: Ötzi – wir kommen! zur Startseite 2. Tourpunkt: Unser erster 3.000er: die Schöntaufspitze 3. Tourpunkt: Besteigung der Madritschspitze 5. Tourpunkt: Dünne Luft: Auf dem Gipfel des Monte Cevedale 6. Tourpunkt: Im Reich der Murmeltiere: Auf der Marmotta 7. Tourpunkt: Wildes Wasser – Rafting auf der Passer 4. Tourpunkt: Zwischen Gletschern und Kanonen: der Aufstieg zur Casatihütte
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Casatihütte
Martelltal
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Gletschern und Kanonen:
der Aufstieg zur Casatihütte  I

Unsere letzte Nacht in der komfortablen Zufallhütte – am dritten Tag unserer Bergtour ist Hüttenwechsel angesagt. Wir wollen zur Casatihütte aufsteigen, die auf 3.254 Metern liegt, und von der aus wir morgen den Cevedale in Angriff nehmen werden. Das bedeutet für uns erst einmal, dass wir unsere sieben Sachen wieder in die Rucksäcke verstauen, denn die müssen schließlich mit. Da wir dem Gedanken, mit einem 15-Kilo-Rucksack in eine Gletscherspalte zu stürzen und von unserem eigenen Gerödel erschlagen zu werden, nur wenig abgewinnen können, wird erst einmal ausgemistet – nur das Nötigste kommt mit, den Rest lassen wir in der Zufallhütte, wo wir ihn auf dem Rückweg wieder mitnehmen…

Aufbruch pünktlich um 8.00. Wieder Traumwetter und warm. Wir folgen dem Steig 150, der hinauf in das Cevedale-Massiv führt, passieren das Butzental, folgen hier aber dem Weg weiter bergan und überqueren auf einer baufälligen Brücke den Butzenbach, …

…um hinter der nächsten Biegung unvermittelt vor der beeindruckenden und wilden Gletscherwelt des Monte Cevedale und der Zufallspitzen zu stehen. Einfach atemberaubend…

Nun wird es ernst. Ab jetzt geht es über den Gletscher. Vorher gibt’s ’ne Brotzeit mit Wurst und Käse – bloß nicht hungrig in einer Gletscherspalte hocken. Dann entrollt Robert sein Seil, wir steigen in die Gurte, die Schnappkarabiner werden eingehängt und los geht’s…