Im ewigen Eis des Cevedale – Auf 4.000 Meter Aug’ in Aug’ mit dem Ötzi 1. Tourpunkt: Ötzi – wir kommen! zur Startseite 2. Tourpunkt: Unser erster 3.000er: die Schöntaufspitze 3. Tourpunkt: Besteigung der Madritschspitze 5. Tourpunkt: Dünne Luft: Auf dem Gipfel des Monte Cevedale 6. Tourpunkt: Im Reich der Murmeltiere: Auf der Marmotta 7. Tourpunkt: Wildes Wasser – Rafting auf der Passer 4. Tourpunkt: Zwischen Gletschern und Kanonen: der Aufstieg zur Casatihütte
Home
Schöntaufspitze
  Unser erster 3.000er:
die Schöntaufspitze  II
 

Dann werden die Gamaschen rausgeholt und los geht’s, durch knietiefen Schnee der Passhöhe entgegen. Wir überschreiten das erste Mal die 3.000-Meter-Schwelle, steigen schließlich über die Kante des 3.146 Meter hohen Madritschjochs und – wow!!! Da liegen sie auf der gegenüberliegenden Seite des Suldentals zum Greifen nahe vor uns, die großen Drei der südtiroler Bergwelt: der Ortler (3.905 m), der Monte Zebru (3.735 m) und die imposante Königspitze (3.851 m)…

 
  Welch ein Panorama. Auf Extrem-Kletterer wirken diese Namen wahrscheinlich ebenso magnetisch wie französische Drei-Sterne-Restaurants auf Feinschmecker. Wir spüren die Euphorie, die Bergsteiger in großen Höhen und beim Anblick solcher Gipfel überfällt und wenden uns wieder unserem Berg zu. Bis zum Gipfel müssen wir noch mal 200 Höhenmeter steigen, die es über einen steilen Geröllpfad zu bewältigen gilt. Nach einer halben Stunde haben wir’s geschafft, stehen verschwitzt aber glücklich am Gipfelkreuz der Hinteren Schöntaufspitze auf 3.325 Metern…
  Wir stehen inmitten des Nationalparks Stilfserjoch, der 1935 gegründet wurde, um die Flora und Fauna der hochalpinen Bergwelt rund um die Ortler-Cevedale Gruppe zu bewahren. Mit über 130.000 ha geschützter Fläche ist dies der größte Nationalpark der Alpen. Nachdem wir hier oben den strahlenden Sonnenschein und das grandiose Bergpanorama ausgiebigst genossen haben, läutet Robert den Abstieg ein. Der geht wie von selbst. Im Laufschritt durchpflügen wir das Schneefeld, fliegen förmlich bergab…

Gegen 15.00 Uhr kommen wir wieder an der Zufallhütte an. Sieben Stunden in den schwitzigen und vom Schnee durchnässten Bergstiefeln, das muß für den ersten Tag reichen. Jetzt erst mal ’ne ordentliche Stärkung. Bei warmem Apfelstrudel mit Schlagsahne lassen wir auf der sonnenbeschienenen Hüttenterrasse in T-Shirt und kurzer Hose den Tag ausklingen…

 

Martelltal