1. Tourpunkt: Dracula – wir kommen! Auf Draculas Spuren – Mit einem Floß durch die Karpaten 2. Tourpunkt: Herrmannstadt – von Sachsen und Zigeunern 3. Tourpunkt: Floßbau leicht gemacht 5. Tourpunkt: Auf dem Gipfel der Cozia 6. Tourpunkt: …zurück in die Zivilisation!! zur Startseite
4. Tourpunkt: Mit der Vaseline durch die Karpaten
  Auf dem Gipfel der Cozia  III

Zwei Stunden dauert es, bis auch Martina, Flo und Manfred die Gipfelhütte erreichen, die die Nachhut bilden. Nach einer ausgiebigen Rast beginnen wir dann gegen 15.00 Uhr den Abstieg. Auf einem Klettersteig hangeln wir uns bergab, erst durch steile Felsen, bald schon wieder durch dichten Laubwald, an den sich schließlich ein herrliches Bergtal anschließt…

Hier, inmitten dieser abgeschiedenen Bergwelt, nur über einen schmalen Waldpfad zu erreichen, liegt das Stanisoara Kloster. Die orthodoxen Mönche, die heute hier ihrer enthaltsamen Lebensweise am Fuße des hoch aufragenden Coziagipfels nachgehen, sind freundlich und haben nichts gegen Besucher. Nur nacktes Bein mögen sie gar nicht und so heißt es für uns, lange Hosen überziehen, bevor wir uns auf Besichtigungstour in den Klosterhof und die Kapelle begeben…

   
  Weiter folgen wir dem Waldweg und stoßen auf eine rumänische Unsitte, die uns schon mehrfach auf unserer Reise unangenehm aufgefallen ist: Plastiktüten und Konservendosen. Müll und Abfall wird hier ohne großes Nachdenken einfach in die Natur geworfen. Im Kontrast dazu aber wiederum reichlich unberührte Natur. Grasgrüne Echsen huschen in’s Unterholz, überall zwitschert es, und gegen die schwarze Schlange, die unseren Weg kreuzt hat Liane immerhin ein Antiserum dabei…

Der Abstieg vom Cozia-Gipfel dauert etwa zwei Stunden und führt uns schließlich zum Turnu Kloster, auf welches wir bereits zu Beginn unserer Wanderung verwiesen worden waren. Einsiedlermönche haben hier zunächst 1590 ihre Zellen in die Felsen gehauen, bevor sie im 17. Jh. die Abtei gründeten. Die Klosteranlage mit ihrer großen Kirche und den Mönchsunterkünften liegt nicht ganz so einsam, wie das Stanisoara Kloster weiter oben, aber immer noch abgeschieden genug…

Von hier ist es denn auch nicht mehr weit, bis zum Olt und unserem Zeltplatz, wo wir bereits von Frank und Schorsch erwartet werden. Während Schorsch im Olt nach Süsswassermuscheln getaucht und diese zubereitet hat, war Frank in den Wäldern auf Himbeersuche, die Manfred gekonnt mit rumänischem Weißwein zu einer süffigen Bowle mixt. Am Lagerfeuer sitzend lassen wir die Nacht kommen und den anstrengenden, aber schönen und erlebnisreichen Tag ausklingen…
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