1. Tourpunkt: Dracula – wir kommen! Auf Draculas Spuren – Mit einem Floß durch die Karpaten 2. Tourpunkt: Herrmannstadt – von Sachsen und Zigeunern 3. Tourpunkt: Floßbau leicht gemacht 5. Tourpunkt: Auf dem Gipfel der Cozia 6. Tourpunkt: …zurück in die Zivilisation!! zur Startseite
4. Tourpunkt: Mit der Vaseline durch die Karpaten
  Auf dem Gipfel der Cozia  I

Von wegen »Gute Nacht«. What a night! Was keiner von uns wusste: der Lagerplatz liegt zwar in einem Wäldchen am Rande des Turnu-Stausees, wird aber auch eingerahmt von der Hochstraße, auf der die ganze Nacht über die Lkw’s Richtung Bukarest brettern, auf der einen und einer Eisenbahnstrecke, auf der stündlich ein Güterzug vorbeirattert und die Zelte erzittern lässt, auf der anderen Seite. Während wir uns mit einem erfrischenden Morgenbad im Olt die Müdigkeit aus den Gliedern zu treiben suchen, schallen von der gegenüberliegenden Seite des Flusses die Glocken des Kloster Cozia über das Wasser. Wir befinden und vis-a-
vis des ältesten orthodoxen Klosters Rumäniens, das 1388 von dem Fürsten Mircea dem Alten gegründet. Der walachische Herrscher war der Großvater jenes Grafen Vlad Dracul Tepes, er als »Pfähler« bekannt wurde und als Dracula in die Weltliteratur einging…

Kaltes Flusswasser und heißer, schwarzer Kaffee wecken in uns wieder die Lebensgeister. Strahlender Sonnenschein lockt zu neuen Taten. Auf dem Tagesprogramm steht die Besteigung der Cozia, einem 1.668 Meter hohen Berggipfel, der sich hoch über dem Olt abzeichnet. Kein Problem – Berg, wir kommen…

Der Weg führt uns zunächst zurück zum Turnu-Staudamm, wo eine gewaltige Staumauer die Gewalt der Olt’schen Wassermassen bändigt. Etwa zwei Kilometer folgen wir einer Schotterstraße, die parallel zum Fluss verläuft, bis ein Schild auf das Turnu-Kloster verweist, das rechter Hand in einem Seitental gelegen ist. Wir folgen der Beschilderung, aber nur ein kurzes Stück bis wir auf einen schmalen Pfad stoßen, der sich durch dichten Laubwald steil bergan schlängelt…



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