1. Tourpunkt: Dracula – wir kommen! Auf Draculas Spuren – Mit einem Floß durch die Karpaten 2. Tourpunkt: Herrmannstadt – von Sachsen und Zigeunern 3. Tourpunkt: Floßbau leicht gemacht 5. Tourpunkt: Auf dem Gipfel der Cozia 6. Tourpunkt: …zurück in die Zivilisation!! zur Startseite
4. Tourpunkt: Mit der Vaseline durch die Karpaten
Floßbau
 
Floßbau leicht gemacht


Die Nacht im Heu ist kurz. Gegen 7.00 Uhr kitzeln uns die ersten Sonnenstrahlen wach und es ist bereits ziemlich warm auf dem Heuboden. Überall verstreut liegen die »Leichen« der vergangenen Nacht. Die drei Schweizer haben es nicht mehr die Leiter hinauf geschafft und sich kurzerhand in den Hof gelegt, wo sie nun neugierig von den umherlaufenden Hühnern beäugt werden. Kurz durchgezählt, doch halt, einer fehlt: Wo ist Jürgen?

Als der Bauer auftaucht wird manches klarer. »Kollega« geht es gar nicht gut und wurde deshalb von der mitfühlenden Bauernfamilie im Wohnzimmer auf der Couch untergebracht. Weiß wie eine Wand schaut er heute morgen aus der Wäsche und erinnert sich nur noch vage daran, in der Nacht irgendwann Hals über Kopf aus dem Wohnzimmer und über die verschreckten Hofschläfer hinweg zum Hühnerstall gestürmt zu sein, wo er das verschreckte Federvieh »gefüttert« hat…

Zwischen Plumpsklo und Hühnerställen folgt die Morgentoilette und langsam kommt Leben in die angeschlagenen Krieger…

  Zwischenzeitlich rückt der Bauer Tische und Bänke zurecht und tischt das Frühstück auf: Tomaten, Gurken, Schafskäse, Eier und weißen Speck. Dazu gibt es Kaffee mit dem Schöpflöffel aus einem großen Suppentopf und warme Büffelmilch. Unsere nach der gestrigen Nacht angeschlagenen Mägen sind für den Bauern kein Problem, denn auch in Rumänien gilt der Spruch, nach einer harten Nacht soll man am nächsten Morgen mit dem beginnen, womit man am Abend aufgehört hat. Und schon steht unser Bäuerlein wieder mit einem Tablett voller Schnapsgläser unter uns. Na dann – »norok«!…










 

 

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