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4. Tourpunkt: Mit der Vaseline durch die Karpaten
Dracula

 
Dracula – wir kommen!  II

23.19 Uhr: pünktlich verlässt der Nachtzug den Münchner Hauptbahnhof Richtung Ungarn. Über Salzburg und Wien geht’s die Nacht hindurch nach Budapest. Mitten in der Nacht herrscht plötzlich Getöse im Abteil. Jürgen hat trotz
Oropax im Zuggang Geräusche gehört, die ihn veranlassen, aus seiner schmalen Koje zu springen und sich lautstark unseren Schweizer Freunden zu offenbaren. Diese haben es nur Philipps schwacher Blase zu verdanken, dass sie noch dabei sind und wären in Wien bald vom Zug abgehängt worden, als sie desnächtens den Waggon wechselten. Glück gehabt…

Also eins steht fest: eine Nacht im Liegewagen ist nicht unbedingt ein Vergnügen, wenn man größer ist, als 1,70 Meter. Um 6.00 Uhr reißt uns der ungarische Schaffner aus dem Dämmerschlaf. Wir haben die Außenbezirke von Budapest erreicht. Noch rasch eine Katzenwäsche auf der Zugtoilette, dann die Rucksäcke geschultert und um 7.00 Uhr stehen wir auf dem Budapester Bahnsteig. Um uns herum Ungarn, die uns Zimmer vermitteln oder Kronen andrehen wollen. Aber alles was wir brauchen ist ein heißer, starker Kaffee…

9.00 Uhr: Auf Gleis 6 steht unser Zug mit Zielbahnhof Bukarest. Hier stößt Manfred zu uns, 58 Jahre und ein echter Wiener. Von nun ab rollt der Zug in Richtung rumänische Grenze. Schon bald müssen wir feststellen, dass Geduld gefragt ist. Wir haben die Vororte Budapests noch nicht verlassen, da bleibt der Zug das erste Mal auf offener Strecke und ohne erkennbaren Grund stehen. Nach einer halben Stunde setzt er sich wieder langsam in Bewegung und rollt über die weite ungarische Ebene. Als wir gegen 12.00 Uhr und nach fast 20 Stunden Zugfahrt bei mittlerweile über 30 Grad endlich an der ungarisch-rumänischen Grenze ankommen ist erst einmal Schluß mit Lustig. Die Paß- und Zugkontrolle durch rumänische Grenzer ist gründlich und dauert über eine Stunde…

 
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